eine odyssee durch den (teilweise) digitalen informations-formular-bescheinigungs-antrags-beschaffungs-dschungel
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Tauchtauglichkeitsuntersuchung
Rucksack Teil 2
Rucksack Teil 1
Kontoeröffnung
internationaler Führerschein
Flug
Visum und Flug
05.01.2007: Tauchtauglichkeitsuntersuchung
was man nicht alles braucht… unter anderem auch eine tauchtauglichkeitsbescheinigung. folglich muss man erst mal eine tauchtauglichkeitsuntersuchung machen… ok. petra frägt also bei hausärzten und HNOs nach, aber die erzählen ihr ausnahmslos alle, dass diese untersuchung zwischen 80,00 EUR und 100,00 EUR kostet. im internet hat petra aber gelesen, dass man so eine bescheinigung 1.) für ca. 30 EUR kriegt und 2.) in australien gar nicht unbedingt braucht (da die tauchschulen in den touri-gegenden profit machen wollen – egal, ob man so einen wisch vorweisen kann oder nicht). also hat petra einfach weitergesucht, und schließlich einen HNO in neusäß gefunden, der nichts für die untersuchung verlangt hat. zuerst hat sie sich noch gewundert, aber als sie dann in der praxis war und absolut NICHTS los war – keine sprechstundenhilfe, keine patienten, nichts! – wurde ihr klar, dass es dem arzt wohl ganz einfach langweilig war… „der winter“, meinte er, „ist dieses jahr einfach unergiebig. es ist zu warm, zu trocken – da hat niemand probleme mit den nasennebenhöhlen oder dem hals, geschweige denn mit den ohren….“ in gedanken hat er wahrscheinlich zugefügt: „und deswegen sitze ich hier, einsam und verlassen, und vertreibe mir meine zeit damit, kostenlose drucktests durchzuführen, damit ich nicht in depressionen und melancholie schwelgend vor langeweile vergehen muss“ naja. petra wars zufrieden, sie hat nämlich nur 10 EUR Praxisgebühr bezahlt und kriegt anfang februar ihre tauchtauglicheitsbescheinigung, auf dass sie am great barrier reef die unterwasserwelt bewundern kann…
29.12.2006: Rucksack kaufen!
der rucksack ist mein, der rucksack ist mein! 50l – dass muss jetzt halt reichen. aber da ich den neuen great-ocean-walk abwandern will (danke, herbert!!!), bin ich wahrscheinlich dankbar für leichtes gepäck.
18.12.2006: Rucksack kaufen?
oh je. Rucksack kaufen: Heute in der Mittagspause bin ich durch den KofferKopf Räumungsverkauf oder so ähnlich geschlendert und habe einen wirklich schicken 50l Tatonka gesehen. Sehr teuer war er auch nicht. Und ziemlich groß (ich hatte ja eher mit dem Gedanken gespielt, 60l zu kaufen, aber der sah WIRKLÌCH recht groß aus). Ich hab ihn mir also zurücklegen lassen: „Wissen sie, eigentlich wollte ich einen größeren!“ und bin nach der Arbeit zum Jack Wolfskin gestapft.
Da war ein unheimlich netter Verkäufer, der Rucksäcke an mir ausprobiert hat. („Nein, kein Frauenrucksack. Der ist zu klein für dich. Der ist nur was für zierliche Frauen.“ :-( dankeschön. ) Er hat auch immer feste Gewichte reingetan, um mir mal zu zeigen, was ich da alles mit mir rumschleppen werde. Er kam dann nach einiger Zeit zu dem Schluss, ein 70l-150EUR-Rucksack sei genau das richtige für mich. 70l…. „ist das nicht n bisschen groß?“ „Neinnein, der passt genau für dein Rückenlänge. Siehst du? Hier… und hier… und da…“ Da ich aber ja – wie schon gesagt – eher auf einen 60l aus war, hab ich trotzdem nach einem kleineren gefragt. „Ach weißt du, ob du jetzt 60l vollpackst oder 70l nicht ganz ausgenutzt sind… und vom Preis her sind die eh gleich.“ was denn mit einem 50l-Rucksack wäre (der billigere aus dem Räumungsverkauf war immer noch bei mir im Hinterkopf) „50l hab ich nicht hier. Da sind die Tragesysteme nicht so gut. 50l gehört ja noch zu den kleineren.“ Gute Tragesysteme? Wie erkennt man das denn als Laie? Ich hab mir also auch den reserviert: „Weisch, eigentlich wollt ich nen kleineren!“ und bin nach einer Tasse Glühwein noch zum Karstadt.
Da war auch ein Verkäufer. Vielleicht 20 Jahre. Hat sich fast überschlagen, mir die Rucksäcke zu erklären. Seine Fachkompetenz ging dann auch ein bisschen unter, da er sich ständig verhaspelt hat und dann teilweise zu stottern anfing, aber von schlechteren Tragegurten/Polsterungen bei 50l wusste er nichts, das käme auf den Hersteller an. (Soll man dem Glauben schenken? Na, wer weiß…)
Im Endeffekt muss ich mir wohl mal ernsthaft überlegen, ob ich den kleinen, billigeren nehme; und zugunsten von weniger Gewicht auf meinem Rücken auf ein paar Sachen verzichte; oder ob ich mir 70l antue, worin natürlich eine große Gefahr liegt: Wenn ich so viel Platz habe, nehme ich auch so viele Sachen mit. Puuuhhh….
11.12.06 kontoeröffnung
na, so ein glück!
geldtransfer ist nicht billig. in europa nicht und für den rest der welt erst recht nicht. wie also löst man das problem, in australien einfach an bargeld zu kommen? man eröffnet drunten ein konto. und wie löst man das problem, geld auf dieses konto zu kriegen, ohne jedes mal 15 EUR überweisungsgebühr zahlen zu müssen? man geht zur konkurrenz ;-)
deutsche banken haben partnerbanken, und die deutsche bank hat eine partnerbank in australien. bei der partnerbank (die es nur in größeren städten gibt) kann man kostenlos an den automaten über das konto in deutschland verfügen. also kann man dort geld abheben, auf das australische konto einzahlen und dann überall (auch in den kleinen käffern) drüber verfügen.
und wie löst man das problem, da ein kostenloses konto zu kriegen? wie schon gesagt: so ein glück!
so ein glück, dass eine ex-azubine mittlerweile bei der deutschen bank arbeitet und für mich ein studentenkonto eröffnet hat. danke, sabrina!!
zumindest die sorge, wie ich an mein geld komme, bin ich jetzt los – die sorge, ob bzw. wie lang mein geld auch reichen wird, bleibt leider weiterhin bestehen…
29.11.2006: internationaler Führerschein
heute hab ich den internationalen Führerschein beantragt und auch gleich ausgestellt gekriegt. Und eines muss ich gleich loswerden: DIESE ZULASSUNGSSTELLENANGESTELLTEN SIND SOWAS VON LANGSAM!!!!! Um einen Stempel ins Kissen zu drücken brauchen sie 3 Minuten, um das Dokument dann wirklich zu stempeln, nochmal 4. …Ruhig, Petra. Ok. Also, ich weiß zwar, dass man angeblich nur den europäischen Führerschein und einen gültigen Reisepass braucht, aber sicher ist sicher – dieser internationale Wisch kostet 16,30 EUR und im Zweifelsfall spar ich mir sehr viel Ärger damit. (laut einem Freund von einem Kollegen und so… ihr wisst ja wie das ist, „kann in den Gesetzbüchern stehen, was da will; die australischen Polizisten wollen den internationalen trotzdem!“)
13.11.2006: Kein zurück mehr
…oh my god… ich habe gebucht. Auf meine vorsichtige Frage hin, ob ich denn da „irgendwie wieder raus käme“ hat die nette Reisedame nur süffisant gelächelt und gesagt: „Nein. Also entweder fliegen oder …“ Ich habe gebucht. Ich kanns noch gar nicht fassen!
09.11.2006: Erste Schritte: Visum und Flug
… ich hab mich in den letzten Jahren immer wieder durch Infomaterial gewühlt – Zeitschriften, Internet oder „Augenzeugenberichte“. In den letzten Monaten ist mein Wissensdurst allerdings sprunghaft angestiegen. Entweder jetzt oder nie – also hab ich mich nach Flügen umgeschaut und das Visum online beantragt.
Zum Visum: Glaubt die Horrorgeschichten nicht. Weder hat man meinen Antrag ohne Angabe von Gründen abgelehnt (und trotzdem die AUD 185,00 belastet), noch hat es 3 Monate gedauert – ich habe mich gestern unter https://www.ecom.immi.gov.au/visas/jsp/index.jsp?visaType=WORKING_HOLIDAY angemeldet und heute bereits die Bestätigungs-eMail gekriegt.
Bei den Flügen hab erst mal einen Dämpfer erhalten: die sogenannten „Bagpackertickets“, die ein Jahr lang gültig sind, werden von den wenigsten Fluggesellschaften im Internet angeboten (ich will nicht sagen: „gar nicht“, denn vielleicht hab ich ja auch einfach etwas übersehen). Zudem ist auf jeder Airline-Hompage nur eine Telefonnummer angegeben, unter der man weitere Informationen bzw. persönliche Angebote erhält - eine sehr kostspielige Telefonnummer meistens. Nur bei Cathay Pacific habe ich eine eMail-Adresse gefunden (großen Dank an Frau Sabine Emmert, sie war sehr freundlich!).
Heute habe ich dann (internet-) frustriert bei Travel Overland angerufen und in den sauren Apfel gebissen, denn – wie ich dachte – im Internet wäre es ja alles billiger gewesen. Doch zum Glück war der Apfel gar nicht sauer, ganz im Gegenteil. Die nette Dame hat mir Bagpackertickets von verschiedenen Gesellschaften angeboten und mir einen Platz bei Emirates für den 19.02.2007 reserviert. Plus Internet-Link zum nochmal-überlegen. Plus Beratung. Trotzdem „nur“ EUR 1.009,00. Bis nächste Woche muss ich mich entscheiden.