segeln

Juni 23, 2007

so…
whbhier seht ihr ein bild von whitehaven beach und das hier bin ich beim schnorcheln,big fish als zuerst ich dem fisch und dann der fisch mir gefolgt ist bis zurueck zum schiff. wow, der war ziemlich gross….

nein. das wetter war regnerisch. wie es tatsaechlich ausgesehen hat, koennt ihr hier bewundern… aber mit dem fisch bin ich tatsaechlich geschnorchelt, und er war sogar noch groesser. das wasser war warm, rausgehen war seeehr schwierig. wale haben wir auch gesehen, aber zu weit weg, um ein gescheites foto zu machen. leider hab ich noch keine unterwasserkamera… aber zum tauchkurs dann.

bleibt nur zu sagen: das segeln waere WAHNSINN gewesen, wenn das wetter gepasst haette, und ich haette mich in den arsch gebissen, wenn ich fuer den trip bezahlt haette…


ein turbulenter tag

Juni 19, 2007

nachdem ich aus dem ersten hostel aus- und im zweiten wieder eingecheckt hatte, hab ich gleich phil angerufen – er ist der skipper auf einem der segelschiffe, die 3-tages-touren zu den whitsunday islands veranstalten.
und er suchte noch eine ‘kuechenhilfe’ fuer morgen… nach dem telefonat hab ich mich auch gleich aufgemacht zum hafen, um ihn zu treffen – ein quirliger kleiner kerl um die 30 – und da ausser mir nur noch 2 neuseelaenderinnen da waren, die erst am freitag anfangen koennten, HAB ICH DEN JOB!!! oh, das war einfach.

ich bezahle also nichts fuer den trip und kriege obendrein noch einen tauchgang umsonst – der ist bei der tour inklusive. dafuer whitsundaysmuss ich so ungefaehr den ganzen tag in der „kueche“ stehen und mahlzeiten vorbereiten – bei jedem wetter, bei jedem seegang.
aber: (zitat von phil) „crew members can just choose whichever backpacker they like, today french, tomorrow english, the next day… who knows?“
morgen um 11:00 gehts dann auch schon los mit arbeiten, schiff aufraeumen, da sein, wenn die gaeste kommen usw….
and then i’m gonna sail the whitsundays!

nachdem ich sehr motiviert wieder in meinem hostel angekommen bin, hab ich sehr ueberrascht linda und salome (bundaberg/simpsons-kolleginnen) in meinem zimmer vorgefunden – sie kamen gerade von einem segeltrip zurueck, und zwar genau von DEM boot, auf dem ich arbeiten werde… wir haben wiedersehen gefeiert und dann gleich auch noch ein anderes bundaberg-paerchen getroffen… wie klein australien doch ist.

dann bin ich zum arzt gestiefelt, um mir doch endlich auch meine tauchtauglichkeit australisch bestaetigen zu lassen. und siehe da: genau wie der deutsche test is das ergebnis positiv und somit kann ich gleich nach meinem segeltrip den tauchkurs auf magnetic island absolvieren. der neuentdeckung des great barrier reefs durch petra hutner steht nichts mehr im wege (ausser ein paar tage segeln und ca. 500km fahrt).

also, meine lieben leute, fuer die naechsten 3 tage bin ich nicht erreichbar (was nicht heissen soll, dass ihr mir nicht trotzdem schreiben koennt!!!). vielleicht sogar laenger – je nachdem, ob es mir auf dem schiffchen gefaellt, kann ich auch gleich noch die naechste tour mitmachen… mal sehen. bis dann!!!


mein letzter arbeitstag:

Juni 17, 2007

um 04:35 treffe ich in der kueche im hostel 2 jungs, die verschlafen ihren kaffee trinken. aus ihren kleinen aeuglein schauen sie mich muede an, und ich schleudere ihnen grinsend entgegen: „MY LAST DAY! NO MORE GETTING UP AT 4 FOR ME!“

um 05:45 kommt linda (eine der shed-frauen) in die kueche auf der simpsons-farm und bringt mir eine tuete voller salat und radieschen… rueckblende: am tag vorher hatten wir uns ueber deutsches essen unterhalten – sie hat sowohl kurzzeitig in deutschland gelebt als auch in einer deutschen baeckerei in australien gearbeitet und sie liebt kartoffelpuffer und vollkornbrot – und irgendwie sind wir bei radieschen gelandet. als ich ihr gesagt hab, dass ich unglaublich gerne radieschenbrot esse, hat sie mir erklaert, dass sie welche im garten hat – gleich neben dem rocket. anscheinend muss ich sie bei der erwaehnung von rocket (rucola, superteuer hier) so flehentlich angeschaut haben, dass sie mir gleich versprochen hat, mir morgen von beidem was mitzubringen…

von 06:00 ab bis zur smoko um 09:00 war es dann einfach ein stressiger arbeitstag, und dann haben charlotte und ich in der pause kuchen als abschiedsgeschenk verteilt und alle frauen (und backpacker natuerlich) haben sich ueberschwenglich und tief bewegt bedankt.

um 12:10 waren wir dann fertig mit unserem tagwerk und wollten gehen, da haelt uns jan (unsere supervisorin) kurz auf und ruft ein paar der damen zusammen und dann haelt sie eine kurze ansprache und ueberreicht uns geschenke. wir waren total baff und ueberrascht und den traenen nahe – 3 oder 4 der anderen backpacker, die laenger auf der farm gearbeitet hatten, haben simpsons-t-shirts gekriegt, aber wir ein kleines wellnesspaket mit duftkerze, seife und handtuechern…. einfach suess.

um 15:17 hab ich dann ein radieschenpumpernickel mit geschnorrter butter und viel salz gegessen und mich einfach nur ueber den tollen geschmack gefreut und die linda so nett ist.

um 16:23 hab ich dann einen rucola-salat mit (ganz spaerlichen reststueckchen von) tomaten und zwiebeln gegessen und mich wieder gefreut, dass es so toll schmeckt und mich gefragt, ob mir die netten kolleginnen und backpackerfreunde wohl sehr fehlen werden.

so hat mein arbeitsaufenthalt ein wunderschoenes, bewegendes, (wohl kaum verfruehtes!) ende gefunden.

gestern abend war dann noch eine 80er party im hostel mit dresscode und best suit competition, und heute hab ich mein ganzes leben schon wieder in meinen rucksack und ne tasche gepackt, um in ein paar stunden endlich weiterzureisen.
hit the road again!


fraser island

Mai 31, 2007

da in bundaberg heute farmer-show-holiday ist, haben wir frei – und ich werde den tag im internetcafe verbringen, um euch endlich die fraser-ereignisse zu praesentieren. also… jetzt ist es 10:17 uhr)

tag 1: ankunft in hervey bay

brad, charlotte und ich haben uns um halb 11 morgens in bundaberg in den greyhound gesetzt, um 3 stunden spaeter in hervey bay (das ist der ausgangspunkt der meisten fraser-touren) anzukommen. dort wurden wir auch gleich von wolff empfangen – den kannten wir aus bundaberg, ein recht… seltsamer geselle, der sich, sobald er gehoert hatte, dass wir die ‘fraser-roving-self-drive-tour’ machen, auch fuer ebendiese angemeldet hat. brad und charlotte im milden abendlicht…
wir haben uns den sonnenuntergang am strand angeschaut und sind dann zu unserem ‘meeting’ gegangen.
neugierig schauten wir natuerlich auf die leute, die da so reinkamen, und unser erster eindruck war: alles kinder! dieser eindruck hat sich dann auch gleich bestaetigt: drei von ihnen konnten den fuehrerschein nicht angeben, da sie erst 19 waren…
nach den wichtigsten informationen ueber fraser und die jeeps sind wir dann grob die einkaufsliste durchgegangen. da haben wir uns dann auch ein bisschen kennengelernt: alex, helen und tom, 3 befreundete, 19jaehrige englaender aus bristol; sam und michael, englaender (22) und koreanischer franzoesich-schweizer (21) und gitarrespieler, die zusammen mit einem campervan reisen; und wolff, der freak und wir drei avocado-shed-arbeiter brad, charlotte und ich.
aus der anderen gruppe hat sich dann noch adam dazugesellt, 26 und aus london, und: gitarrespieler!

tag 2: ankunft auf fraser und die suesswasserseen (rot)

aufgestanden um 6, nochmal kurze info ueber die autos, dann abfahrt um 7:30, erster stop: supermarkt. wow, was fuer ein spass: fuer 9 leute fuer 3 tage essen einkaufen… es war allerdings stressfreier, als wir uns das alle vorgestellt haben – jeder war tolerant genug und alle waren mit den gedanken schon im urlaub auf fraser und keiner wollte stress aufkommen lassen. dann noch -natuerlich!- alkohol eingekauft (hauptsaechlich goon) und los gings auf die faehre.
auf fraser angekommen waren die ersten fahr-erfahrungen etwas ‘bumpy’: wir sind am anfang nur inland-tracks gefahren – also strassen, die bei uns nicht mal den namen feldweg verdienen wuerden, und haben so 2 der freshwaterlakes besucht.
wolff ist gleich mal in einen pfahl gerauscht, und da er SO schlecht gefahren ist, waren alle froh, als ich dann ans steuer bin – seeehr gute ausgangsposition fuer mich *grins* schlechter konnt ich’s ja gar nicht machen.weisser sand
tiefblaues wasser, WEISSER sand, der bei sonne in den augen wehtut, aussenrum ein bisschen urwald und weeeeiiiit weg von jeglicher zivilisation – koennt ihr euch unsere begeisterung vorstellen, als wir am ersten see ankamen? mittlerweile verstanden wir uns alle (mit ausnahme von wolff) schon so gut, dass wir wahrscheinlich auch ueberall anders gluecklich gewesen waeren, aber im paradies?
wahnsinn.
unsere erste tagestour mussten wir allerdings schon sehr frueh beenden, da wir ja noch bei tageslicht unser camp aufschlagen mussten – und um halb 6 ist es schon recht dunkel. also auf zum strand, hinter die duenen, zelte aufstellen, barbecue, goon, gitarrenmusik, dann an den strand, immer noch mit goon und gitarre (aber ohne barbecue und zelte) und einem fantastischen sternenhimmel.

tag 3: indian heads und lake wabby (gruen)

auch dieser tag begann bereits sehr frueh – um 6 sollten wir das camp abgebrochen und wieder auf dem weg sein – was wir natuerlich nicht ganz geschafft haben. trotzdem hab ich an diesem tag meinen ersten sonnenaufgang in australien gesehen. sonnenaufgang
also haben wir uns halt beeilt und sind nach indian heads gehetzt (das ist am anderen ende von fraser), weil wir von dort auch schon um 10:30 wieder aufbrechen mussten (dann kommt die flut, dann kommt die flut).
einen kurzen (fruehstuecks-)stop haben wir am maheno wreck eingelegt – ein passagierschiffs, dass im krieg zum schwimmenden hospital umfunktioniert wurde, dann nach japan verkauft und schliesslich gestrandet ist, wo es fuer zieluebungen der australischen luftwaffe benutzt wurde. heute ist nur noch das skelett uebrig.
indian heads ist eine felsformation, sehr beeindruckend, aber auch sehr grausam: hier haben die eroberer aboriginies von den klippen gestossen, und aboriginies haben hier ihre ungewollten kinder ins wasser geworfen. tragischer geschichtstraechtiger ort also.
trotzdem beeindruckend.
dann die flucht vor der flut. wieder wolff am steuer. wir wollten es ihn einfach nochmal versuchen lassen – am strand ist es schliesslich nicht mal annaehernd so schwer wie auf den inlandtracks. aber wieder katastrophe. und wieder durfte ich ihn abloesen ;-) am strand fahren macht spass – noch viel lustiger waere es, wenn man im flachen wasser fahren duerfte – aber das salz macht den motor kaputt…
kurzer stop, um eis zu kaufen, in einem miniwinzigtiny“dorf“ (3 haeuser und ein restaurant). sam und michael haben die gelegenheit genutzt und sind auf eine palme geklettert und haben die kokusnuss geklaut.
naechster kurzer stop am eli creek, ein kleiner flusslauf, den man durchwaten kann. wow. am anfang denkt man: irre. und nach jeder kleinen biegung wird es noch besser! charlotte war leider zu klein – sie ist bis zu den oberschenkeln dringestanden und war patschnass, bei mir gings gerade, und die jungs haben uns nur ausgelacht.
beim nochmaligen fahrerwechsel sind wir dann …naja… falsch abgebogen. auf eine ‘rote strecke’ – eine, die uns 1.000 dollar gekostet haette, wenn uns jemand erwischt haette. aber sam hat uns nach haareraufenden 30 min wieder sicher rausmanouvriert – er hat uns schliesslich auch reingefahren.
dueneund dann ab zu lake wabby – vom parkplatz eine knappe stunde zu fuss. lake wabby ist nicht so schoen wie die anderen seen, das einzig interessante ist die grosse sandduene, die zum see abfaellt – wobei ich hier zugeben muss, dass fuer jemanden, der auf der dune du pyla gestanden hat, auch ein lake wabby verblasst.
und wieder aufbruch zum camp – d.h. die knappe stunde zu fuss zum parkplatz, dann nochmal ne knappe stunde am strand entlang (alex, tom und sam hatten den jeep schon zum ‘camp’ gefahren, bevor sie an den see nachkamen). natuerlich haben wir das alles nicht geschafft vor einbruch der dunkelheit. und da uns klar war, dass wir es nicht schaffen, sind wir gemuetlich am strand entlanggeschlendert und haben uns einen teufel drum geschert, dass wir jetzt die zelte mitten im nirgendwo und im dunkeln aufbauen muessen.
die zelte waren dann auch kein problem – eher das kochen ;-)
und da ja die jungs, besser gesagt, alex und tom, gestern schon gegrillt hatten, war ich dran mit …. na, natuerlich der obligatorischen pasta bolognese.
aber auch das haben wir gemanagt, und ein weiterer abend am strand nahm seinen lauf….

tag 4: lake mac kenzie und eine heisse dusche (gelb?)

diesmal haben wir nicht mal annaehernd 6:00 uhr abfahrt hingekriegt – was aber nicht weiter schlimm war. es waere nicht um flut- und ebbe gegangen, sondern nur darum, moeglichst frueh am lake mac kenzie zu sein, um einen guten platz zu kriegen – aber das wetter sah nicht so vielversprechend aus.
da wir ja in den letzten 2 tagen schon mehr glueck mit der sonne gehabt hatten, als jeder zu hoffen gewagt hatte, nahmen wir’s nicht so schwer und haben uns zeit gelassen. ich bin gefahren (wolff wollte keiner mehr ans steuer lassen, und die jungs waren noch nicht fit) und wir haben auch zum ersten mal dingos gesehen: 3 stueck, die einfach vor uns hergelaufen sind. glaubt ihr wohl, die waeren weggegangen????
wir sind an den see und haben erst mal ausgiebig gefruehstuckt an einem rastplatz. die jungs mit baked beans. ;-) sehr funny.
als die sonne dann rauskam, sind wir runter zum see. kristallklar. dann sind wir erst mal baden, dann sonnen, waehrend michael und adam zusammen gitarre gespielt haben, und immer haben wir mit einem skeptischen auge die wolken beobachtet. und dann kam auch noch nebel am anderen ufer auf! und dann… ging alles sehr schnell. der nebel war gar kein nebel, sondern hektischer aufbruchregen, und man konnte buchstaeblich auf der wasseroberflaeche zusehen, wie der regen meter um meter naeher gekommen ist…. wir haben also hektisch unsere sachen gepackt und sind unter die baeume gefluechtet.

—– einwurf der redaktion: jetzt ist es 11:31 uhr und mein digitalcamera-akku hat den geist aufgegeben und ich kann nicht mehr hochladen – also werd ich jetzt nochmal ins hostel gehen, den akku laden, dann spaeter nochmal herkommen und den rest fotos hochladen und den rest bericht schreiben ——–

—– also, zweiter versuch: jetzt ist es 13:52 uhr ——

das ganze wiederholte sich dann: nach 3 minuten wieder sonnenschein, dann wieder ‘nebel’, wieder regen – und schliesslich beschlossen wir, zur faehre zuruckzufahren und die wartezeit dort noch mit lunch zu verbringen. da besuchte uns dann auch nochmal ein dingo, und nach einer erneuten jam-session gings auf die faehre und zurueck und unter eine heisse dusche, die uns ENDLICH von dem ganzen sand befreit hat! oooh, segen der zivilisation.
abendsdann haben wir uns alle huebsch gemacht und sind schick essen gegangen (wow, eine mahlzeit OHNE sand!) und dann in einen club, eine irische bar und wieder in den club, dann noch in die lounge ins hostel, wo es dann automatenkaffee mit mitgebrachtem rum gab – ein schoener abschluss fuer ein wahnsinns-wochenende.

tag 5: heimweg

nach langen verabschiedungen und langen gesichtern sind nach und nach alle in verschiedene richtungen losgezogen. schade. sam, michael, alex, helen und tom sind weiter nach airlie beach (das tor zu den whitsunday islands), um ihren segeltoern zu geniessen, und wir waeren am liebsten sofort mitgekommen – stattdessen sitzen wir wieder in bundaberg und arbeiten. das einzige, was mit bleibt, ist zu hoffen, dass unsere segelgruppe genauso toll sein wird…

(ok, jetzt ist es 15:24 uhr, und ich bin fertig. unten angehaengt ist noch eine karte von fraser mit tollen bunten linien, die unsere route anzeigen sollen, und die bilder kriegt ihr unter diesem link zu sehen.
viel spass damit. ich geniesse jetzt den rest des feiertages. und: lasst doch mal wieder was von euch hoeren!!!)

fraser island