mission beach

Juli 9, 2007

wow, was fuer ein aufenthalt!
mission beach – ein strand, dann ein paar haeuser/geschaefte, dann regenwald – alles auf einmal. alles auf kleinstem raum. supernette leute.

bushwalkam ersten tag hab ich ne kleine wanderung unternommen, ein rainforestwalk auf den „berg“ …(oh, ich hab vergessen, wie er heisst. sorry.), und auch versucht, bilder zu machen – unmoeglich. es gibt nur 3 bilder, a.) weil es frustrierend ist, wie unspektakuraer die umgebung auf fotos aussieht, und b.) weil mir beim menuerumspielen (wollte versuchen, mit anderen belichtungseinstellungen bessere fotos zu kriegen) die batterie ausgegangen ist.

nachmittags hat sergio, der italienische rezeptionist, mich zum hostel-byo-BBQ eingeladen, und nach ein paar stunden am strand ich und das feuer…haben wir gegrillt und dart gespielt, dazu ein bisschen wein und bier getrunken und schliesslich ein lagerfeuerchen am strand angezuendet. gitarre, bongos und digeridoo waren ebenso am start wie flamesticks, und es war wirklich ein abend, wie man sich nur wuenschen kann – endlich weg vom typischen east-coast-backpacker-party-leben, dass mir wirklich auf den geist geht.

am naechsten tag, samstag, war ich den ganzen tag beim rafting im tully river – wow. ein riesenspass, nicht nur, weil die guides so lustig waren und ein regelrechter krieg zwischen den einzelnen booten entbrannt ist (leute ins wasser ziehen, mit dem padden nasspritzen usw), sondern auch der fluss an sich – ueberall grosse felsbrocken, steile felswaende an den seiten, gelegentlich ein (eiskalter!) wasserfall, unter dem wir dann „duschen“ waren….

mein letzter tag, gestern, sonntag, war dann sehr chillig – nochmal ein bisschen im wald rumlaufen, dann dart spielen im hostel – unter anderem mit steven, einem ansaessigen, der mir erklaert hat, er kocht heute fuer sich und seinen mitbewohner spaetzle… er hat mich auch gleich eingeladen, im gegenzug musste ich nur versprechen, ihm zu helfen, falls es noetig sein sollte, und die sosse vorzubereiten. meine hilfe hat er allerdings nicht gebraucht, und so hab ich zum ersten mal in australien spaetzle (aus der kartoffelpresse!) gegessen.

mittlerweile bin ich in cairns angekommen und schaue mich jetzt hier mal ein bisschen um.


magnetic island

Juni 28, 2007

gestern hab ich mir einen roller ausgeliehen und bin auf der insel rumgeduest (naja, maggie islandgeduest ist vielleicht nicht gerade das richtige wort…). magnetic island hat ein paar bays, die groessten, bekanntesten sind nelly bay (da ist mein hostel und da legt die faehre an), horseshoe bay und picknick bay (zum vergroessern bitte anklicken…)

die schwarzen linien sind strassen, woanders kann man nicht hin mit normalen vehikeln. dafuer gibt es viele walkingtracks, unter anderem zu den bays, die mit fahrzeugen unzugaenglich sind. forts
einen von diesen walkingtracks hab ich gestern gemacht, angeblich sollte man da koalas sehen – ich hab leider keinen entdeckt. dafuer gab es viele aussichtspunkte wie diesen…

die fotos (unter anderem auch noch von airlie beach und unserem letzten abend mit einem lustigen trinkspielchen…) sind online

hostelauch mein hostel ist recht schoen im sonnenschein, deswegen hab ich heut gleich noch ein paar fotos gemacht, das beste ist links: das ist der ausblick, wenn ich von der commonarea ueber die bruecke zu den bungalow-dorms gehe… toll, oder?


poolparty

Mai 7, 2007

poolparty
(von rechts: ich, nadin, federica (italienische arbeitskollegin von nadin), charlotte)

wohoo, gestern war poolparty!
die bar musst die pipes cleanen, d.h. alles bier und rum raus und neu befuellen, und… na, die getraenke gabs dann umsonst – einzige bedingung: nur im pool darf getrunken werden!
das haben wir uns dann natuerlich nicht entgehen lassen und haben schon um 4 mit dem rum angefangen….
das ende des abends kam dann fuer mich um 10, als ich nochmal mit allen klamotten in den pool geflogen bin – aber das hab ich euch ja vor lauter entruestung schon gestern mitgeteilt.


fruitpicken und hostels

April 17, 2007

so, also…

desilusioniert kamen wir in bundaberg an, im hinterkopf noch die verpasste gelegenheit durch die whitsundays zu segeln, und wurden vom busbahnhof abgeholt und zu unserem neuen hostel gefahren: dingo blue. die ankunft war ernuechternd: eine wellblech-barracke. unser zimmer war klein, die betten nahe am zusammenbrechen, die matratzen durchgelegen, der teppich so dreckig, dass man ohne schuhe nicht drauf laufen wollte, die bettwaesche hatte flecken, das fenster war kaputt, fingerdicker staub auf dem fensterbrett… und wir haben uns nur angeschaut und gedacht „oh mein lieber gott!“
weiter gings mit der besichtigung des hostels: die spuele in der kueche war vollgestopft mit essensresten, die arbeitsplatten versifft, der boden rutschig, und ein paar klapperige stuehle als „essbereich“ rund um assige holztische. das bad war wenig besser: haare im abfluss, dreckiger boden, eklige waschbecken, (sanitaere anlagen auf festivalgelaenden sind ein TRAUM dagegen!!) kurz gesagt: das hostel war der horror!

ein lichtblick war, dass die rezeptionsdame gleich fuer den naechsten tag arbeit fuer uns hatte. wir haben also die zaehne zusammengebissen und sind frueh ins bett gegangen, um am naechsten tag um 5 abfahrtsbereit im hof zu stehen.
auf gings zur farm. dort angekommen erfuhren wir, dass wir squaches pfluecken mussten… das sind kleine, gelbe gemueseteile, erinnern ein bisschen an zierkuerbisse, nur in apfelgroesse. die pflanzen waren in bodennaehe und sahen aus wie zucchinistauden – mit haarfeinen nadeln an den blaettern. wir machten uns an die arbeit, noch voll motiviert, und fuellten unsere ersten buckets, als wir auch schon merkten, dass es eine irrsinnig unergiebige arbeit ist. wir wurden nach eimern bezahlt (3 dollar per eimer), und in der stunde schaffte man 2 davon, weil die pflanzen schon total abgepflueckt waren. dazu kam, dass man die buesche mit den armen auf die seite druecken musste, um die fruechte zu sehen, und innerhalb kuerzester zeit hatten wir alle zerkratzte arme und beine und haende, teilweise blutig. kurz gesagt: auch das war der horror!

und dann nach hause in das assige hostel… uns hats gegraust! wir haben ueberlegt, die kueche zu desinfizieren, bevor wir kochen, aber… naja. wir haben es bei gruendlich spuelen belassen und eine dieser komischen fruechte in unsere hackfleisch-gemuesesosse geschnippelt, sozusagen als rache. (schmeckt … naja. hat eine konsistenz wie eine weiche zucchini und schmeckt nach gar nix… nur nach der sosse)

also haben wir uns auf die suche nach einer alternative gemacht – und schliesslich auch eine gefunden. ein anderes hostel, ein HOTEL im gegensatz zum dingo blue, aber sehr teuer. trotzdem haben wir gewechselt, so konnte man ja nicht leben! jetzt wohnen wir also im ‘cellblocks’, einem umgebauten polizei- bzw. gefaengnisgebaeude, mit pool und common-area, sauberen fussboeden, bequemen betten und freundlichen menschen.

und hier gibt es arbeit, die nach stunden bezahlt wird – wenn man verspricht, mindestens 4 wochen zu arbeiten. das haben wir getan (und 50 $ pfand bezahlt, damit wir auch ja nicht abhauen koennen!) und warten jetzt auf einen von den begehrten jobs: ’shedwork’, d.h. nicht direkt fruitpicking, sondern aussortieren. also nicht auf dem feld, sondern im ’shed’, kein bis-zum-boden-buecken, keinen sonnenbrand, keine stacheligen pflanzen, keine schweren eimer usw.

in der zwischenzeit aber, bis ein solcher job frei wird, stehen wir alle auf der ’standby-list’!!! was das genau heisst, haben wir dann heute auch gleich rausgefunden: morgens um 6 streckte einer der hostel-mitarbeiter seinen kopf in unser zimmer und rief: „charlotte, nadin, petra, wake up. you have to work.“ ein farmer hatte in der fruehe beim hostel angerufen und nochmal 7 leute mehr fuer den tag verlangt, und so fuhren wir also um halb 7 zum paprika-pfluecken. paprika ist nicht so schlimm wie squaches, da die pflanzen ein bisschen hoeher sind und auch nicht stacheln, und die paprika sieht man auch besser als die gelben kleinen scheissteile. allerdings haben wir auch nur 1 $ fuer einen eimer gekriegt, also war der stundenlohn auch nicht besser…. aber die arbeit war angenehmer, die farmer netter und die anderen fruitpicker auch immer gut aufgelegt. alles in allem war der tag also nicht so uebel (wenn man mal von der bezahlung absieht!).

fuer morgen stehen wir wieder auf der liste. und das ist ziemlich bloed, denn wir koennen so gut wie gar nicht planen… entweder er weckt uns zwischen 5 und 8 und faehrt uns irgendwohin um irgendwas zu irgendeinem preis zu pfluecken, oder wir schlafen aus, fruehstuecken und verbringen den tag am pool oder in der shopping-mall. diese taegliche ungewissheit haben wir jetzt halt, bis er einen permanenten job fuer uns findet. toll, was?