mein letzter arbeitstag:

um 04:35 treffe ich in der kueche im hostel 2 jungs, die verschlafen ihren kaffee trinken. aus ihren kleinen aeuglein schauen sie mich muede an, und ich schleudere ihnen grinsend entgegen: „MY LAST DAY! NO MORE GETTING UP AT 4 FOR ME!“

um 05:45 kommt linda (eine der shed-frauen) in die kueche auf der simpsons-farm und bringt mir eine tuete voller salat und radieschen… rueckblende: am tag vorher hatten wir uns ueber deutsches essen unterhalten – sie hat sowohl kurzzeitig in deutschland gelebt als auch in einer deutschen baeckerei in australien gearbeitet und sie liebt kartoffelpuffer und vollkornbrot – und irgendwie sind wir bei radieschen gelandet. als ich ihr gesagt hab, dass ich unglaublich gerne radieschenbrot esse, hat sie mir erklaert, dass sie welche im garten hat – gleich neben dem rocket. anscheinend muss ich sie bei der erwaehnung von rocket (rucola, superteuer hier) so flehentlich angeschaut haben, dass sie mir gleich versprochen hat, mir morgen von beidem was mitzubringen…

von 06:00 ab bis zur smoko um 09:00 war es dann einfach ein stressiger arbeitstag, und dann haben charlotte und ich in der pause kuchen als abschiedsgeschenk verteilt und alle frauen (und backpacker natuerlich) haben sich ueberschwenglich und tief bewegt bedankt.

um 12:10 waren wir dann fertig mit unserem tagwerk und wollten gehen, da haelt uns jan (unsere supervisorin) kurz auf und ruft ein paar der damen zusammen und dann haelt sie eine kurze ansprache und ueberreicht uns geschenke. wir waren total baff und ueberrascht und den traenen nahe – 3 oder 4 der anderen backpacker, die laenger auf der farm gearbeitet hatten, haben simpsons-t-shirts gekriegt, aber wir ein kleines wellnesspaket mit duftkerze, seife und handtuechern…. einfach suess.

um 15:17 hab ich dann ein radieschenpumpernickel mit geschnorrter butter und viel salz gegessen und mich einfach nur ueber den tollen geschmack gefreut und die linda so nett ist.

um 16:23 hab ich dann einen rucola-salat mit (ganz spaerlichen reststueckchen von) tomaten und zwiebeln gegessen und mich wieder gefreut, dass es so toll schmeckt und mich gefragt, ob mir die netten kolleginnen und backpackerfreunde wohl sehr fehlen werden.

so hat mein arbeitsaufenthalt ein wunderschoenes, bewegendes, (wohl kaum verfruehtes!) ende gefunden.

gestern abend war dann noch eine 80er party im hostel mit dresscode und best suit competition, und heute hab ich mein ganzes leben schon wieder in meinen rucksack und ne tasche gepackt, um in ein paar stunden endlich weiterzureisen.
hit the road again!

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