… das stand auf dem aushang in unserem hostel in brisbane. und da stand weiter:
“katamaran… 12-14 tage… anlegen an einsamen inseln… schnorcheln… speerfischen… haie und delphine sehen… wandern… bis nach airlie beach… viel zeit um zu chillen… nette leute… suchen crew ende 20, die gerne party machen… ein bisschen geld fuer essen dazuzahlen.
und das hat sich wunderbar angehoert… also hab ich den shipowner wayne angerufen, und er hat mich um ein treffen gebeten, und zwar in mooloolaba, ca. 80km von brisbane entfernt. allerdings (PUNKT 1) hat er mir auch zu verstehen gegeben, dass das kein touri-boot ist, sondern eine private reise. er selbst, seine freundin und noch ein anderes maedel wollen den backpackern die chance geben, die erfahrung ihres lebens zu machen.
ok. am vorabend meiner abreise aus brisbane hab ich zufaellig noch 2 andere deutsche maedels im hostel gestroffen, die da morgen auch hinwollten, also beschlossen wir kurzerhand, zusammen zu fahren. wir kamen in mooloolaba an, und wayne vertroestete uns auf den naechsten tag. dann haben wir ihn und seine freundin in der frueh getroffen, haben ueber die reise geredet, ueber das boot, darueber, dass es eigentlich 10 plaetze gibt, ueber essen usw, und er hatte ein paar sehr… seltsame kommentare (PUNKT 2, 3, 4): ‘ich bin gerne nackt auf dem boot’, ‘wenn ihr seekrank werdet, koennt ihr euch hinlegen – gerne auch in mein bett’ oder ‘das mit dem gangbang muessen wir nochmal ueberlegen’.
die andere mitreisende kam dazu, seine freundin ging einkaufen, und er zeigte uns die ablegestelle, nicht ohne (PUNKT 5) der anderen (sie war seine ex, fanden wir dann raus) den ganzen 15minuetigen weg ueber an den arsch zu grabschen.
etwas beunruhigt gingen wir ins hostel zurueck. charlotte hat ihn nochmal angerufen, um ihn mit den seltsamen kommentaren (PUNKT 2, 3, 4) zu konfrontieren, er hat nur gelacht und irgendwas von ‘jokes’ gesagt. uns war unwohl. und da er uns ja zu verstehen gegeben hat, dass er 10 plaetze auf dem boot hat, haben wir ihn gefragt, ob er noch jemanden mitnehmen wuerde – und zwar mark, den englaender aus brisbane – aber (PUNKT 6) er hat mit einer fadenscheinigen erklaerung abgetan, dass jungs so ‘unrein’ sind, und dass er ihn ja nicht kennt usw. aber er wollte es sich ueberlegen und mich zurueckrufen.
dann, spaeter, (PUNKT 7) hat er mich angerufen und mir erklaert, dass er die beiden anderen maedels nicht mitnehmen kann, weil noch ein freund von ihm mitkommt und er keinen platz hat. auch mark koenne nicht mit, da (PUNKT 8) es ja schon viel zu spaet sei, um aus brisbane hierherzukommen (mark selber hatte da keine bedenken!!!) ich habe ihm gesagt, dass ich ganz sicher nicht alleine mitsegle, da hat er gemeint, er ruft nochmal an. das hat er dann eine stunde spaeter auch getan, und (PUNKT 9) auf einmal konnte der freund doch nicht mehr, und die zwei maedels waeren wieder an bord gewesen. ich habe aufgelegt, und wir 3 haben uns angeschaut und uns nur gedacht: da stimmt doch was nicht! also haben wir ihm endgueltig gesagt, dass KEINE von uns mitkommen wird, und haben neue plaene gemacht.
und diese neuen plaene waren, nach bundaberg zu fahren, in ein workers hostel zu gehen und erst mal zu arbeiten. ja, und da sind wir nun, und haben einen horror-ersten tag hinter uns – aber dazu morgen mehr, wir sind todmuede, kochen jetzt kurz noch was und fallen dann ins bett; und morgen hab ich zeit, euch ausfuehrlich zu schreiben, wie bundaberg so ist…