die guten ins toepfchen, …

April 24, 2007

die schlechten in die schachtel unter dem fliessband.
so sieht mein neuer job fuer die naechsten 4 wochen aus: avocado-shed.

charlotte und ich haben endlich einen permanenten job gekriegt, heute war unser erster tag. um 6 gings los, d.h. um 4:15 aufstehen und um 5 abfahrt vom hostel. ziel: die simpsons-farm. auftrag: zuerst mal boxen packen, dann avocados in plastikschalen sortieren, dann haltbarkeitsdatumaufkleber draufmachen, spaeter nochmal boxen packen… ihr seht, es ist SEHR abwechslungsreich. kurze pausen um 9 und um 3, eine halbstuendige mittagspause um 12, arbeitsende um 17:30 – ja, das heisst 11 stunden!

und ich bin mit einem paletten-heber-fahr-dings rumgekurft! is ja voll lustig!!!! …bis ich dann eine ganze reihe fertiger boxen umgefahren habe ;-)
aber zum glueck sind da alle so nett, die frau, die am naechsten bei mir stand, hat nur gegrinst und gesagt, dass ihr das auch immer noch passiert – und sie macht den job schon seit jahren.

nachmittags, beim zweiten plastik-form-in-die-box-pack-und-stapel-arbeitseinsatz, wollte ich gerade zur charlotte sagen: „na, wenigstens keine spinnen hier, die auf mich fallen von den lemonbaeumen“ – und hab es mir im letzten moment anders ueberlegt. und was passiert? kaum sind 10 minuten vergangen, sitzt auch schon eine in der box, die ich gerade aufmache! und zwar eine grosse! nicht die kleinen, fingernagelgrossen, die von den lemontrees gefallen und auf meinen armen rumgekrabbelt sind, sondern eine fast handtellergrosse!!! puhh! nach einem ratlosen blickaustausch haben wir einfach das mit avocado-geshapte plastikteil in die box gelegt und schnell die naechste draufgepackt… ich werde besser!!!

ein paar neue fotos sind online, u.a. vom lemon-picking. avocados werd ich dann naechstes mal fotographieren, damit ihr mal seht, wo eure guacamole so herkommt!
bilderbilderbilder


buecher

April 22, 2007

paradiesische zustaende fuer mich… man nimmt ein buch, liest es, tauscht es im hostel, liest das naechste, tauscht es…
toll!

auf diese art und weise hab ich schon miami, die unschuldigen, das rad der fortuna, pride and prejustice und pillars of the earth gelesen, und die naechsten buecher hab ich auch schon gefunden im hostel: ansichten eines clowns und treasure island…


lemons

April 22, 2007

am donnerstag sind wir doch tatsaechlich von der standby list runtergekommen, und stattdessen auf einer lemonfarm gelandet. die einweisung der (fetten!!!) farmerin bestand aus: 1. nicht die zweige knicken,
2. die stengel kurz abschneiden,
3. die zitronen nicht abreissen,
4. nicht zu fest druecken
5. „wir haben 9 der 10 gefaehrlichsten schlangen hier. auch hier auf der farm. also wenn ihr eine seht, nicht hingehen, nicht genauer anschauen, einfach den aufseher holen“
6. „wir haben chemikalien, von denen euch 3 tropfen toeten koennen. also wenn ihr ein leeres fass/eimer seht, nicht genauer anschauen, nicht hingehen, einfach den aufseher holen“
7. handschuhe anziehen.
8. langarmshirts anziehen
9. schutzbrille anziehen und
10. hut aufsetzen

dann gings los aufs feld. zuerst sah das gar nicht schlimm aus, aber die bins, die wir fuellen mussten, waren SEHR gross! und dann auch nur 60$! und ja: zitronen haben stacheln. grosse, scharfe, zentimeterlange stacheln. aua!!!

am ersten tag hatten wir nicht mal jeder einen bin voll, am zweiten waren’s dann nur noch charlotte und ich (nadin war auf einer anderen farm und hatte gestern frei, musste dafuer heute arbeiten….), zusammen haben wir 2 bins geschafft, und am dritten morgen haben alle 12 lemon-picker einen aufstand gemacht, weil die bedingungen und die bezahlung so schlecht ist (der fette female-farmer hat uns angedroht, fuer jeden baumwipfel, den wir nicht abgepflueckt haben, 10$ vom lohn abzuziehen; gleichzeitig aber hatten sie nicht genug leitern fuer alle von uns… usw) und ray (der work-koordinator) hat uns gebeten, noch einmal hinzugehen, dann wuerde er den vertrag mit der farm kuendigen. und uns am montag einen besseren, permanenten job geben. also sind wir halt nochmal raus…. haben zusammen einen bin gepflueckt, uns dann ins gras gelegt uns gelesen.

am naechsten tag standen wir wieder mit den 10 anderen auf der worklist fuer die lemons, aber eine handschriftliche notiz daneben besagte: „jeder, der nicht gehen will, streicht bitte seinen namen raus“ – und alle namen waren innerhalb kuerzester zeit markiert. so hatten wir also heute einen tag off, und morgen sind wir hoffentlich unter den ersten, die einen guten job kriegen.

ich habe auch fotos gemacht, um euch endlich mal zu zeigen, wie es da zugeht auf den feldern, aber jetzt sitze ich hier im internetcafe und mein camera-akku ist leer und ich kann nichts hochladen! ganz umsonst hergekommen!!!!!


die standby-liste

April 18, 2007

standby list.

ich hasse die standby list.

heute frueh haben zuerst die maedels in unserem zimmer terror gemacht, ca. stunde lang sachen gesucht, rein ins zimmer, raus aus dem zimmer, schubladen aufgeschmissen, tuetengeraschel, wieder raus, wieder rein, gekicher, gerede…. und das von 4:30 bis 5:30, da mussten sie endlich weg. kurz darauf kam dann ein work-koordinator vom hostel und hat den franzosen in unserem zimmer geweckt – der haette arbeiten sollen, hat sich aber gestern verletzt, hat einem mitarbeiter bescheid gegeben, aber die anderen habens nicht gewusst, usw… also war eine riesendiskussion bei uns im zimmer – die sehr lange gedauert hat, da greg (wie die meisten franzosen, die ich kennengelernt habe) sehr schlecht englisch spricht.

ca. 6:15 ist dann wieder ruhe eingekehrt.

um 6:50 hat uns der work-koordinator geweckt: „charlotte, nadin, petra, wake up. you have 5 minutes.“ FUCK OFF! 5 minuten!!!!!
also haben wir uns beeilt, ohne fruehstueck und ohne lunchpaket sind wir rausgehetzt und haben gehofft, dass der job fuer heute wenigstens so gut ist, dass es diesen stress rechtfertigt.

aber… an der farm angekommen (um 8:00, wir hatten einen neuen busfahrer, der den weg nicht kannte…) hat uns die farmerin erst mal angeschissen, warum wir so spaet sind? sie haette uns um 6 gebraucht, jetzt sind sie ja schon fast fertig! ob wir noch die letzten 2 stunden arbeiten wollen? chillis pfluecken? aber wir sehen nicht wie gute arbeiter aus, also werden wir keinen stundenlohn kriegen, nur per eimer bezahlt werden. ob wir WIRKLICH dableiben wollen??? waehrend wir uns und den anderen backpacker und den busfahrer noch fragend ansahen und uns ueberlegten, ob es das wert ist, meinte sie: na, dann fahrt ihr besser wieder.

toll. also sind wir wieder ins hostel zurueckgefahren. dort angekommen mussten wir nochmal 2 stunden warten, da es ja moeglicherweise noch irgendwo anders einen engpass geben koennte und wir abrufbereit sein muessen, und dann endlich, ENDLICH um 11 sind wir dann fuer den tag ‘entlassen’ worden.

den stressigen morgen haben wir auch gleich mit einer shoppingtour kompensiert – ich habe einen neuen ripcurl-bikini und ein shirt und jewelery gekauft, um mich zu troesten – und den rest des tages werden wir am pool verbringen.

ich bin gerade noch kurz ins internetcafe gesprungen, um die hostel-bilder hochzuladen und euch das grauen zu lehren, und vielleicht zuende ich im rueckweg noch in einer kirche eine kerze an und bitte den lieben gott, uns von der standby-liste zu nehmen und uns einen guten permanent job zukommen zu lassen…